BVO - Bezirksverband Oldenburg

Geschichte des Sophienstifts

Viele Jeveraner kennen das Sophienstift Jever noch als Krankenhaus. Vor allem seine geburtshilfliche Abteilung war weit über das Jeverland hinaus bekannt.

Im Jahr 2006 stellte der Landkreis Friesland, als Träger des Krankenhauses, den Klinikbetrieb jedoch ein und so endete die 144-jährige Geschichte des Sophienstifts als Krankenhaus. Bereits 1996 war ein Teil des Sophienstifts in eine Altenpflegeeinrichtung mit 36 Plätzen umgewandelt worden.

2007 wurde das Haus, nach dem Übergang an die Stiftung Kloster Blankenburg (verwaltet vom Bezirksverband Oldenburg), von Grund auf saniert und umgebaut. Heute bietet das Sophienstift 42 Senioren in der stationären Pflege ein neues Zuhause. Im Jahre 2010 wurde im Erdgeschoss des Hauses auch noch eine Seniorentagespflege mit 14 Plätzen geschaffen. Zudem bietet die Fa. Einsiedel & Partner, Oldenburg, im Hochparterre des Hauses in 18 Wohnungen und Appartements die Möglichkeit des Betreuten Wohnens an.

Dem Sophienstift Jever wurde sein Name 1866 vom Großherzog von Oldenburg verliehen. Bereits vier Jahre zuvor war das ehemalige Armenhaus in ein Krankenhaus umgewidmet worden.

Der Anfang des Hauses liegt jedoch noch gut 60 Jahre weiter zurück und geht auf die Namenspatronin Friederike Auguste Sophie (1744 - 1827), Fürstin von Anhalt-Zerbst, zurück.

Friederike Auguste Sophie war in der Zeit von 1793 bis 1806 von ihrer Schwägerin, der russischen Zarin Katharina der Großen, als Landesadministratorin des Jeverlandes eingesetzt worden. In dieser Zeit setzte sie sich sehr für dessen Bürger ein und ließ schließlich in den Jahren 1803/04 auf dem Gelände des Kleinen Herrengartens, in Sichtweite zum Jeverschen Schloss und zur Prinzengraft, ein Armen- und Arbeitshaus errichten. 1862 wurde dieses Armenhaus schließlich in ein Krankenhaus umgewandelt und seit 1866 trägt es den noch heute geltenden Namen seiner einstigen Gründerin.