BVO - Bezirksverband Oldenburg

Projekt Sophie in Aktion


Das "Projekt Sophie" ist ein Zusammenschluss ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es wurde 2009 auf Initiative von Frau Anke Casper, Frau Anika Gräßner-Weber, Frau Alke Sindern und Frau Annelore van Freeden gegründet.

Durch ihr Engagement schenken die freiwilligen Helfer den Menschen, die wir betreuen, das Wertvollste, das sie brauchen: Zeit. Durch ihren ehrenamtlichen Einsatz können sie anderen Aufmerksamkeit und Zuwendung geben, die über das alltägliche Maß hinausgehen. Auf diese Weise tragen „unsere Ehrenamtlichen“ wesentlich dazu bei, die Lebensqualität unserer Bewohner noch weiter zu steigern.

Regelmäßig jeden Dienstagvormittag... ist großes Hallo im Sophienstift, denn es kommen die Sonnenkäferkinder ins Haus. Das Sonnenkäferhaus ist eine private Kindertagesstätte, die Kinder im Alter zwischen null und acht Jahren in Kleingruppen pädagogisch betreut, begleitet und fördert. Dipl. Sonderpädagogin Anika Gräßner-Weber leitet die Einrichtung. Sie freuen sich schon riesig auf den Besuch bei den " Omas und  Opas" und diese sind glücklich, über das fröhliche Treiben in ihrem Aufenthaltsraum.
Es wird gespielt, gesungen, getanzt, und alte Kinderlieder werden gesungen. Das Foto zeigt einen Bewohner und ein Sonnenkäferkind beim Spiel mit dem Luftballon, was natürlich immer für viel Heiterkeit sorgt, aber man kann erkennen, welch Vertrauen auch diese Kinder den Menschen mit teilweise auch schwerstem Handicap entgegenbringen. Für sie ist es normal, wenn ein Bewohner nicht gut drauf ist, das gehört für die Kinder dazu, genauso wie Rücksichtnahme ihnen gegenüber.

Boßeln......seit 5Jahren, treffen sich Kinder  sowie ehrenamtliche Paten vom Projekt Sophie, Bewohner aus dem Sophienstift und einige Eltern der Kinder jährlich zum traditionellen Grünkohlessen in der Tagespflege des Sophienstift.
Gemeinsam wird gesungen, getanzt, gespielt, lecker Grünkohl gegessen und...natürlich gebosselt.
Das Boßeln findet in den Anlagen der Stadt Jever statt, dazu werden Stiefel geworfen, oder Würfel. Es ist ein fröhliches Miteinander, was besonders natürlich allen große Freude bereitet. Am Ende des Spaziergangs, der sich wie eine lange Karawane entlang der Graften in der Innenstadt zieht, erwartet alle ein leckeres, frisches Grünkohlessen, welches von Paten des Projekts vor Ort gekocht wird. Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss ist dann die Wahl und Auszeichnung der Grünkohlkönige, "Klein und Groß“
In diesem Jahr amtieren das Ehepaar Hermann und Annemarie Janssen, beide wohnhaft im Sophienstift ...ein ganz reizendes Ehepaar. Dazu die beiden Sonnenkäferkinder....Mathis und Lea....tolle Kinder.

BVO die Ministerin. Eine große Freude bereitete es einigen Paten vom Projekt an der Eröffnung des neuen Verwaltungsgebäudes des BVO in Oldenburg teilnehmen zu können.
Mit einer Fotoausstellung, sowie vielen Zeitungsartikeln über die Aktivitäten des Projekts, sowie einem kleinen, kurzen Film über das generationsübergreifende Miteinander im Sophienstift in Jever, hatten die Paten vom Projekt das Interesse der Ministerin geweckt, die sich die Ausstellung anschaute und sich informierte.
Anke Casper vom Projekt Sophie berichtete gerne über die vielen Aktivitäten, die im Sophienstift stattfinden.

Erntedankfest. Wenn die Sonne scheint und es draußen warm ist, dann treffen sich Bewohner und Sonnenkäfer-Kinder, um gemeinsam mit den ehrenamtlichen Paten einen Spaziergang durch die Stadt zu machen.
Das kann ein Besuch über den Wochenmarkt sein, um gemeinsam die leckeren Dinge zu erkunden und zu verspeisen, ein Gang durch den Schlossgarten, wenn dort alles blüht, um die Enten zu füttern, oder der Besuch der Stadtkirche zum Erntedankfest, wo man sich dann anschließend, mitten in der Stadt beim Cafe Maria hinsetzt, um gemeinsam zu singen und zu musizieren, zur Freude aller Menschen, die oft stehenbleiben, mitsingen und glücklich sind, über dies fröhliche Miteinander.

Fasching im Sophienstift
Ein hübsch, bunt dekorierter Tisch von Patinnen Ingrid, Grete und mir erwartete die Bewohner, als sie nach der Mittagspause in den Aufenthaltsraum geschoben wurden, mit dem Rollator kamen, oder auch den Weg noch alleine, ohne Hilfe schafften.
Die große Frage bei ihnen: " Was ist denn heute los???? Was machen wir denn?" Alle waren frohgestimmt, viele von den Bewohnern waren noch am Morgen zur Friseurin, die ins Haus kommt und sahen so richtig schick aus.
Ich habe Hütchen und Papierschlangen verteilt, Betreuerin Sonja hatte kleine nette Kopfringe mit einigen Bewohnerinnen am Vormittag gebastelt, passend zu ihren Pullovern. Natürlich haben wir nur alles an die Bewohner, die es auch gerne wollten verteilt und die sich freuten darüber.
Bei dem dementen Menschen entscheidet nur der Moment, das " JETZT“
Wir alle müssen ihnen helfen, sie unterstützen, um wieder die Erinnerung an schöne Dinge zu finden, nicht gleich aufgeben, nach kurzer Zeit sieht die Welt für den dementen, alten Menschen schon wieder ganz anders aus.
☆☆☆☆☆☆ Für uns bleibt die Erinnerung an die strahlenden Augen.☆☆☆☆☆Der kurze Augenblick!!

 Zurück zum Faschingsnachmittag.
Der Duft von frisch gebackenen Bomboisis strömte durch das Haus, immer wieder konnte wir von vielen hören “oh, wie riecht das lecker“!!!. Grete hatte wieder ihren leckeren Teig vorbereitet und gemeinsam mit Ingrid als Unterstützung vor Ort ganz frisch gebacken. 80 Bomboisis haben sie gebacken und Patin Hermine brachte ihr leckeres Schmalzgebäck mit. Toll, dafür hat sie sogar einen wichtigen Termin ausfallen lassen. Danke♡
Eine Bewohnerin erzählte mir auf meine Frage, ob sie auch Bomboisis kenne? "Ja, die habe ich früher auch für meine Kinder immer am Rosenmontag gebacken und ihre Augen strahlten in der Erinnerung an ihre " gesunden " Tage.
Darüber habe ich mich sehr gefreut...kleine Momente, wo wir ehrenamtlichen Paten so viel Freude bereiten können. DAS TUT SO GUT.
Ein gutes Beispiel ist eine schwerstdemente Bewohnerin. Wenn man sich ihr zuwendet und sich langsam mit ihr unterhält und wenn wir uns selber die Zeit und die Mühe machen, ihr zuzuhören, dann plötzlich versteht man sie und sie sagt Dinge, die uns auch nachdenklich machen sollten.... ein Zeichen dafür, dass immer noch etwas da ist von Erinnerung an ihre glücklichen Stunden im Leben.
Es wäre so schön, wenn mehr Zeit da wäre für sie. An ihrem Tisch gegenüber sitzt noch eine Bewohnerin und diese beiden Frauen, beide schwerst dement unterhalten sich auf ihre, ganz eigene Art und Weise...berührend...
♡♡♡♡♡Der Ablauf des Nachmittag war fröhlich, lustig und stimmig.♡♡♡
Herr Janssen, der uns wieder einen Besuch abstattete, seine kleinen Anekdoten vortrug, vom " gerade " gehenden Mann und dem " gebeugt "gehenden Mann erzählte mir, wie gerne er ins Haus kommt und wie toll er die Aktionen vom Projekt findet. Wie er die tolle Stimmung im Haus genießt. ♡
Dann haben Volker und ich einen Sketch " versucht " im " symbolischen " Hutladen waren wir, wir wollten eigentlich einen anderen Sketch präsentieren, aber ich hatte einen falschen ausgesucht, aber wir leben ja alle von der Spontanität und das trägt auch zur Fröhlichkeit bei.
Über sich selbst lachen, das muss man auch lernen. Danke Dir Volker, nächstes Mal klappt es besser.♡

SPÄTER wurden noch die lustigen Lieder aus der Mappe von Konrad gesungen, die sichtlich zur Erheiterung beitrugen, es kam die Frage auf, was ist eigentlich ein Harung?? Na, wir nehmen mal an, ein Tümpel, was Konrad?
Nach dem bekannten Lied.." Die Zigeuner sind lustig " wurde fröhlich geschunkelt und sich vor und zurück bewegt und auch das Lied vom Hut, der drei Ecken hat wurde gemeinsam gesungen und mit Bewegungen unterstützt, toll, wie alle mitmachen, das war schön in die glücklichen Gesichter zu sehen. Wir sind schon ein toller Sophie Chor!!!
Als eine Physiotherapeutin kam, um eine Bewohnerin zum Training rauszuholen, wollte diese nicht, die junge Frau sah mich an und meinte, sie will nicht, ich lass sie dann mal lieber so fröhlich mitfeiern...wohl erkannt, ♡ Herz vor Kopf, sehr schön! ♡
Dann der getanzte Walzer.." .An der schönen blauen Donau, " wie wunderschön, die bunten Luftballone, die Grete besorgt und gemeinsam mit Ingrid aufgeblasen hatte, jeder Bewohner bekam einen in die Hand und konnte sich im Rhythmus dazu bewegen, und einige Paten haben mit den Bewohnern nach den Walzerklängen im Rollstuhl getanzt.
Das geht so schön und ist so berührend, wenn dann eine Bewohnerin zu mir sagt: " Ich habe so lange keinen Walzer mehr getanzt " ☆☆☆
♡♡♡♡Als die Walzerklänge durch das Haus zogen, kamen viele Gäste auf den Flur und schauten uns gerührt zu.♡♡♡♡
Natürlich gab es auch ein kleines Gläschen Sekt, dazu leckere Chips, Flips, Salzstangen, alles, was das Herz begehrte.
Von der Betreuung kam Marika als Unterstützung hinzu, sodass alles gut und problemlos klappte. " Danke " Marika!♡

Unsere 100jährige Frau Kr. meinte, nein, also Karneval feiern mag ich gar nicht. Nee, meinte ich, wir feiern ja Fasching, ach so, meinte sie und blieb den ganzen Nachmittag bei uns, genauso wie Frau Ha. die sonst unruhig hin und her läuft, sie blieb an ihrem Platz und war ganz zufrieden. Als ich sie anschließend fragte, na, wie war das, schaute sie mich strahlend an, das hatte ich noch nie so bei ihr gesehen. ☆
Von Frau Gr. kam, wie jeden Tag die Tochter und unterhielt sich am Tisch mit einer Bewohnerin, die ihrer Mutter gegenüber sitzt. Plötzlich hörte ich, wie diese Bewohnerin zu der Tochter sagte: " Heute ist hier gar niemand gewesen!!!!! "Wir waren ganz alleine!"
Die Tochter und ich schauten uns an und mussten dann einfach lachen...nee, heute war gar nichts los!!!!
..Kommt immer auf die Sichtweise an, so lernen wir es immer wieder, so ist es auch...Was zählt ist der Moment!
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag
wünscht Anke Casper

♡♡♡♡Ganz herzlichen Dank Hermine, ♡Ingrid, ♡Volker,♡ Thea, ♡Grete, ♡Erika,♡ Marika♡ für die Unterstützung, aber auch Dank an das Personal/Betreuung ♡ für die Zusammenarbeit, hat gut geklappt! ♡♡♡

.......nur einige Aktivitäten unserer Helfer. Danke! 

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