BVO - Bezirksverband Oldenburg

Die Geschichte des Kreisaltenheims

Das Kreisaltenheim Wildeshausen besteht seit 1914 als soziale Einrichtung des Landkreises Oldenburg und prägt seit rund einem Jahrhundert das Bild der Stadt Wildeshausen mit. Die damalige „Herberge zur Heimat“ betreute vor allem Obdachlose und „Wanderburschen“. Als Sondereinrichtung mit ausgebauter Landwirtschaft bot sie diesen Personenkreisen in einer überschaubaren Einheit ein gemeinsames Zuhause.

In den 1960er Jahren wandelte sich die Einrichtung zu einer Heimat für geistig und seelisch behinderte Menschen, von denen heute noch einige als Bewohner im Kreisaltenheim leben. Die Ausrichtung auf die Altenpflege erfolgte in den 1980er Jahren, wobei auch in dieser Zeit stets die Landwirtschaft, die den Bewohnerinnen und Bewohnern einen festen Halt im Alltag bot, im Vordergrund stand.

Das Kreisaltenheim bietet seit jeher insbesondere jenen Menschen eine besondere Nische, die eine Einrichtung mit Anbindung an die Landwirtschaft, Tierhaltung bzw. Tierversorgung fern eines steril gepflegten Ambientes suchen. Im Herbst 2010 richtete daher das Kreisaltenheim einen pflegefachlich-gerontopsychiatrischen Schwerpunkt ein.

Für gerontopsychiatrisch erkrankte Menschen bieten die althergebrachte und sorgfältig angelegte Gartenanlage mit großem Bauerngarten, der Garten im geschützten Bereich und die liebevoll restaurierte und ausgebaute Fachwerkscheune („Kulturtreff“) Vertrautheit und Sicherheit. Zum aktiven Mitwirken regen das behindertengerechte Hochbeet, die Fachwerkscheune als Treffpunkt und Zentrum tagesstrukturierender Angebote sowie die Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner in lebenspraktische Tätigkeiten an.

2014 feierten wir mit unterschiedlichen Festen das 100-jährige Jubiläum.