BVO - Bezirksverband Oldenburg

BVO Pflegeeinrichtungen erfolgreich.

Ausgezeichnete Qualität!

Durch das Qualitäts-und Transparenzsiegel des niederländisch-deutschen EurSafety-Projekt wird sichtbar, dass in der Pflegeeinrichtung gezielte und erfolgreiche Infektionsprävention geleistet wird. Das Netzwerk will die Patientensicherheit fördern und den Schutz vor Infektionen stärken.

Im Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital (PFL) wurden das Pflegeheim Bloherfelde, das Pflegeheim des Oldenburgischen Generalfonds aus Oldenburg, der Pflegebereich von Gut Sannum aus Huntlosen, das Gut Dauelsberg aus Delmenhorst, das Kreisaltenheim Wildeshausen, das Haus Christa aus Stollhamm, die Seniorenresidenz Hundsmühlen, das Sophienstift in Jever und das Wohn- und Pflegeheim Sanderbusch ausgezeichnet.
„Ich freue mich sehr, dass die Pflegeeinrichtungen des BVO mit so großem Einsatz an dem Projekt teilnehmen! Alle Einrichtungen haben das Siegel der Stufe 2 erhalten. Dies ist ein großer Erfolg!“, erklärt Frank Diekhoff, Verbandsgeschäftsführer des BVO, „darauf sind wir stolz und wir danken unseren Mitarbeitenden für ihr Engagement“.

Zur Erlangung der ersten Stufe mussten die Einrichtungen 10 Qualitätsziele (QZ) innerhalb eines Jahres zu mind. 60 % umsetzen. Zur Verstetigung des Siegels (alle 2 Jahre) und für den Zugang zur zweiten Stufe mussten mind. 80 % erreicht und beibehalten werden. Die Umsetzung der BVO Einrichtungen lag bei hervorragenden 98%.
Zur Erlangung der zweiten Stufe waren 8 weitere Ziele umzusetzen, deren Erfüllung zu 80 % gegeben sein muss und deren Verstetigung die Beibehaltung oder Steigerung dieser 80 % verlangt.

Für beide Stufen gilt, dass für jedes Ziel zumindest eine Teilpunktzahl erbracht werden muss. Somit ist es nicht möglich, eine fehlende Zielerfüllung durch die Erfüllung anderer Ziele auszugleichen.
"Wichtig für den erfolgreichen Schutz vor Infektionen sind ein aktuelles Hygienefachwissen und das Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese Problematik“, erläutert Marlies Beidenhauser, Hygienefachkraft des BVO, die dieses Projekt im Bezirksverband leitet. Besonders für alte und pflegebedürftige Menschen stellen Infektionserkrankungen ein erhebliches Risiko dar, denn das Auftreten einer Infektion wird durch verschiedene Grunderkrankungen begünstigt.
Um das Siegel zu erhalten, müssen die Einrichtungen eine Reihe an hohen Qualitätskriterien erfüllen. Für das Pflegesiegel sind unter anderem standardisierte Prozesse in der Prävention von Infektionserkrankungen wie dem multiresistenten Erreger MRSA zu erarbeiten. Regelmäßige Schulungen, die Ausbildung von Hygienebeauftragten und die enge Vernetzung mit anderen Einrichtungen aus dem lokalen Gesundheitswesen sind Teil der Anforderungsziele.
Die Umsetzung der Qualitätsziele in einer Einrichtung wird durch das zuständige Gesundheitsamt der Stadt bzw. des Landkreises sowie die EurSafety Projektkoordination begleitet.

„Eine dritte Stufe des Siegels ist derzeit nicht geplant. Doch durch das Erreichte haben wir einen sehr hohen Standard in den Einrichtungen, der klar über die Basis hinausgeht“, erläutert Marlies Beidenhauser. „Es ist jetzt an uns, die neuen Konzepte und Kompetenzen zu verstetigen und regelmäßig zu aktualisieren. Die Beibehaltung des Siegels in zwei Jahren ist ganz klar das Ziel, es sei denn, eine weitere Stufe wird auf den Weg gebracht. Mit dem Know-how und dem Engagement unserer Mitarbeitenden würde ich mich dieser Aufgabe sofort stellen“.

Das deutsch-niederländische Euregio-Netzwerk "EurSafety Health-net" ist ein grenzüberschreitender Qualitätsverbund zur Bekämpfung von Antibiotika-resistenten Keimen: die Zielvorgaben sind in engem Bezug zu bereits vorhandenen Qualitätszielen aus den Niederlanden entstanden.